13. Nationalkongress der ANMIC

von ANMIC

19. November 2019

Herausforderungen, Errungenschaften und Zukunftspläne

Vom 14. bis zum 16. November 2019 fand der 13. Nationalkongress der Nationalen Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC) statt. Am besagten Wochenende ernannte die größte italienische Vereinigung für Menschen mit Behinderungen ihre neuen Nationalorgane und verabschiedete ihr neues Statut. Neben bereits erreichten Erfolgen wurden auch Problematiken angesprochen, die es in Zukunft gemeinsam zu lösen gilt.

Ein ganzes Wochenende stand das Midas Hotel in Rom im Zeichen der Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung. Zum 13. Mal rief die Nationale ANMIC unter Nationalpräsident Nazaro Pagano die Vertreter der 104 ANMIC-Außenstellen dazu auf, sich in der Hauptstadt Italiens zu treffen.

Unter dem Motto „Auf der Seite der Menschen mit Behinderung“ stellte Präsident Pagano Änderungsvorschläge vor, welche die Zukunft der über 7 Millionen Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen in ganz Italien verbessern sollen. Der Nationalpräsident unterstrich besonders die Problematik der sogenannten Caregiver (sprich Familienmitglieder, welche einen invaliden Familienangehörigen pflegen) und nannte 8 zentrale Punkte, welche er im Namen der ANMIC dem italienischen Parlament und der italienischen Regierung vorbringen will:

  • Allmähliche Erhöhung der Invalidenrenten
  • Entwicklung von Berufsmodellen (unter Verwendung methodischer und technologischer Innovationen), die an die spezifischen Arten von Behinderungen angepasst sind
  • Ausbau der Bildungs- und Ausbildungssysteme (wie Schulen oder Universitäten), um das Ausmaß der sozialen und beruflichen Ausgrenzung zu verringern
  • Umsetzung eines einheitlichen Kodex für Menschen mit Behinderung (sprich ein Text, welcher nicht nur alle Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit Behinderungen sammelt, sondern diese auch reformiert und dabei konkrete Schutzmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen gewährleistet)
  • Anerkennung der zentralen Rolle des Caregivers durch einen Rechtsrahmen, der seine Rechte anerkennt und geeignete Unterstützungsmaßnahmen schafft
  • Umsetzung von einer Reihe von Maßnahmen, die das Leben von Menschen mit Behinderung so unabhängig wie möglich gestalten (besonders auch zu Hause)
  • Verbesserung der Mobilität und die öffentlichen Verkehrsmittel sowie der Beseitigung jener Barrieren, die zur Exklusion von Menschen mit Behinderungen führen
  • Öffentliche und private Dienste leichter für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen, indem ebendiese Dienste vereinfacht und standardisiert werden

Zudem wurden Änderungen am Statut beschlossen sowie die neuen Nationalorgane gewählt. Bei deren Abstimmung waren sich die verschiedenen Provinzialpräsidenten und deren Vorstandsmitglieder einig: Nazaro Pagano sollte auch weiterhin Präsident der Nationalen ANMIC bleiben. Thomas Aichner, Präsident der ANMIC Südtirol, gehört ab sofort dem 18-köpfigen Vorstand der Nationalen ANMIC an.

 

Bild: Nazaro Pagano, Präsident der Nationalen ANMIC, mit Thomas Aichner, Präsident der ANMIC Südtirol | © ANMIC Südtirol

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