Broschüre „Zivilinvalidität in Südtirol“

von ANMIC

25. März 2021

Alles Wissenswerte zum Thema Zivilinvalidität im Überblick

Die Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) hat die Informationsbroschüre zum Thema „Zivilinvalidität in Südtirol“ veröffentlicht, die Erläuterungen zum Thema Zivilinvalidität bietet. Die Informationen der Broschüre beruhen auf der aktuellen Gesetzeslage und auf der anonymen Umfrage, die zwischen Mai und Juli 2020 durchgeführt wurde und an der 547 Zivilinvaliden teilgenommen haben.

In dieser Broschüre erhalten Sie einen umfassenden Einblick über die Voraussetzungen und den Ablauf zur Anerkennung der Zivilinvalidität, die mögliche Aberkennung dieses Status, die Rekursanträge sowie die wichtigsten Rechte für Zivilinvaliden in Südtirol nach Invaliditätsgrad. Die Broschüre spiegelt die Zufriedenheit und die Bedürfnisse von mehr als 500 Zivilinvaliden wider und ist dadurch von grundlegender Bedeutung, da Zivilinvaliden oft auf Pflege aber auch auf öffentliche Ämter und Dienste angewiesen sind.

Angesichts der Einwohnerzahl in Südtirol ist nahezu jeder zehnte Südtiroler ein anerkannter Zivilinvalide. Damit diese Menschen ihre Rechte wahrnehmen können, ist der richtige Informationsaustausch mit den Betroffenen selbst und ihren Familien von großer Wichtigkeit Dies steht in engem Zusammenhang mit der Mission der ANMIC Südtirol, welche darauf abzielt, die Rechte der Zivilinvaliden zu schützen und sie in den sozialen sowie berufliche Alltag zu integrieren.

Umfrageergebnisse zum Thema Zivilinvalidität
Insgesamt haben 574 Personen an der Umfrage teilgenommen: Betroffene oder Eltern von jungen Zivilinvaliden haben im Rahmen der Umfrage ihre Erfahrung mit den öffentlichen Einrichtungen, Dienstleistungen und Arbeitgebern geteilt.

Wie in der Broschüre berichtet, befasst sich die erste Thematik damit, die Zufriedenheit der Umfrageteilnehmer mit Ärzten und Ärztekommissionen zu analysieren. Es konnte gezeigt werden, dass die Befragten mit den Haus- und Fachärzten zufrieden sind, während sie mit den Ergebnissen der Ärztekommissionen und der Rekurskommission weniger zufrieden sind.

Im Unterschied dazu befasst sich das zweite Thema mit der Kompetenz und der Freundlichkeit der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Aus diesem Grund wurde der Zufriedenheitsgrad mit dem Dienst für Pflegeeinstufung, den Sozialsprengeln, dem Amt für Wohnbauförderung, der Führerscheinkommission, dem Amt für die Ausstellung und die Verlängerung der Sonderführerscheine, dem Amt für Zivilinvalidität in den Gesundheitsbezirken Bozen, Brixen, Bruneck und Meran sowie öffentliche Transportmittel (Bussen) ermittelt. Die Umfrage ergab, dass im Durchschnitt alle Dienste als zufriedenstellend beurteilt werden. Besonders positiv fällt das Ergebnis für die Freundlichkeit des Dienstes für Pflegeeinstufung und der Freundlichkeit der Sozialsprengel aus.

In Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel sind die Befragten hingegen mit der Pünktlichkeit der Busse, der Hilfestellung der Busfahrer und der anderen Fahrgäste im Allgemeinen zufrieden. Niedriger fielen die Bewertungen hinsichtlich der Zugänglichkeit der Busse (z.B. mit Rollstuhl, Rollator oder Krücken) und die Verfügbarkeit von Sitzplätzen aus, die für Menschen mit Behinderung reserviert sind.

In einem dritten Abschnitt befasste sich die Umfrage mit der beruflichen Integration von Zivilinvaliden. Den Teilnehmern wurden fünf Fragen zum Thema Arbeit gestellt, beispielsweise wie zufrieden sie mit ihrem aktuellen Arbeitsplatz und dem Arbeitsklima sind, wie sie den Arbeitseingliederungsdienst bewerten oder wie sie das Arbeitsangebot in Südtirol in ihrer Branche finden. Die Antworten fielen alle positiv aus, wobei der niedrigste Wert das allgemeine Arbeitsplatzangebot in Südtirol betrifft.

Teilnahme der Landesrätin Waltraud Deeg
Im Rahmen der Veröffentlichung wandte sich Waltraud Deeg, Landesrätin für Familie, Senioren, Soziales und Wohnbau, direkt an die Südtiroler Zivilinvaliden. Dank ihrer inspirierenden Worte sind wir als ANMIC Südtirol noch motivierter, uns für die Rechte der Zivilinvaliden und Menschen mit Behinderung in Südtirol einzusetzen. Denn wie die Landesrätin bereits sagte: „Ein barrierefreies Leben ist ein Umstand, den wir uns, vor allem nach den Erfahrungen und Einschränkungen aus dem Jahr 2020, alle wünschen. In besonderer Weise gilt dies aber natürlich für Zivilinvaliden, die auch mithilfe der Vereinigung ANMIC Südtirol schon seit vielen Jahren für Verbesserungen unter anderem in diesem Bereich kämpfen.“

Informationsbroschüre hier herunterladen

 

Bild: © ANMIC Südtirol

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