
Die ANMIC Südtirol beteiligt sich an INTRECCI – Rete territoriale per l'inclusione (Territoriales Netzwerk für Inklusion), dem vom italienischen Ministerium für Menschen mit Behinderungen (Ministero per le Disabilità) finanzierten Projekt, das am 11. Mai gestartet ist. Ziel ist es, in den beteiligten Gebieten ein stabiles Netzwerk aus Diensten, Kompetenzen und Beziehungen aufzubauen und zu stärken, das Menschen mit Behinderungen, ihre Familien und die jeweiligen Gemeinschaften unterstützt.
Träger des Projekts ist die ANMIC, federführend ist ANMIC Pisa. Eingebunden sind mehrere territoriale Sitze des Verbands – darunter auch ANMIC Südtirol – die als Anlaufstellen für Zuhören, Orientierung und Schutz wirken. Im Mittelpunkt steht stets der Mensch: seine Bedürfnisse, seine Wünsche und sein Recht auf volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
INTRECCI verfolgt einen Betreuungsansatz, der auf Zuhören, Orientierung und der gemeinsamen Gestaltung individueller Wege beruht und dabei den Beitrag von Vereinen, lokalen Einrichtungen, Familien, Schule sowie Sozial- und Gesundheitsdiensten einbezieht. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Einrichtung territorialer Inklusions-Hubs als Orte der Aufnahme, Information und Begleitung; die Unterstützung bei der Erstellung des Lebensprojekts (Progetto di Vita); Angebote zur Orientierung, Beratung und Begleitung von Familien; partizipative Workshops und Prozesse der gemeinsamen Planung sowie Fortbildungen für Fachkräfte, Freiwillige, Institutionen und Akteure vor Ort.
Besonderes Augenmerk gilt der Verbreitung einer Kultur der Inklusion, die nicht beim einzelnen Bedarf stehen bleibt, sondern Beziehungen, Chancen und Instrumente schafft, die Menschen mit Behinderungen in den verschiedenen Bereichen des Alltags begleiten: Familie, Schule, Arbeit, Gemeinschaft und persönliche Autonomie.
Darüber hinaus will das Projekt die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren vor Ort stärken, den Austausch bewährter Praktiken fördern, gemeinsame Wege definieren und Netzwerke der Nähe schaffen, um den Schutz und die Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen wirksamer und nachhaltiger zu gestalten.
Für die ANMIC Südtirol ist INTRECCI eine wichtige Gelegenheit, die eigene Rolle als territoriale Anlaufstelle für Zuhören, Orientierung und Schutz zu stärken und Menschen und Familien auf wirklich individuellen Wegen zu begleiten – im Einklang mit den Grundsätzen der Selbstbestimmung, der Teilhabe und der vollen sozialen Inklusion.
Bild: © ANMIC Südtirol