Pressemitteilung

von ANMIC

11. Juli 2019

Vereinigung der Zivilinvaliden knackt 6.000-Mitglieder-Marke

Nach über 50 Jahren ihres Bestehens feiert die Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) die Einschreibung ihres 6.000. Mitgliedes. Die größte Interessensvertretung für Südtirols Zivilinvaliden und -versehrte zählt damit auch zu den mitgliederstärksten Vereinigungen des Landes. Neben der persönlichen Beratung informiert die ANMIC Südtirol ihre Mitglieder über deren Rechte und bietet Hilfestellung bei Anträgen und Rekursen.

Die Geschichte der ANMIC Südtirol reicht bis in die 60er Jahre zurück, als in Rom zehntausende Menschen mit Behinderung auf die Straße gingen und den Gesetzgeber auf die Problematik der Zivilinvalidität aufmerksam machten. Nach zwei revolutionären Demonstrationen (Prima und Seconda Marcia del Dolore) wurde die ANMIC 1965 auf Staatsebene anerkannt. Was folgte waren über 100 regionale Außenstellen und damit auch die Entstehung der ANMIC Südtirol, welche 1968 gegründet wurde und seit 1994 auch auf Landesebene anerkannt ist.

Seitdem setzt sich die ANMIC Südtirol für jene Menschen ein, welche aufgrund einer allgemeinen Arbeitsunfähigkeit von mindestens 34% als Zivilinvaliden anerkannt sind und deshalb vermehrt in den sozialen sowie beruflichen Alltag integriert werden müssen. „In den letzten 15 Jahren stieg die Mitgliederzahl unserer Vereinigung stetig an. Dies zeigt uns, dass betroffene Personen einen kompetenten Ansprechpartner brauchen, der ihre Situation versteht und sich für ihre Interessen einsetzt. Dass wir jetzt mehr als 6.000 Mitglieder betreuen dürfen, ist eine schöne Aufgabe und eine Bestätigung der guten Arbeit unsere Mitarbeiterinnen und der vielen freiwilligen Helfer“, freut sich Thomas Aichner, Präsident der ANMIC Südtirol.

Ausschlaggebend für eine solche Interessensvertretung ist die Unterstützung eines jeden einzelnen Mitgliedes. „Je nach Schwere der Zivilinvalidität haben Betroffene unterschiedliche Rechte. Diese Rechte zu kennen ist der erste und wichtigste Schritt, welchen wir als Vereinigung der Zivilinvaliden für unsere Mitglieder durchführen. Da viele Menschen unzureichend informiert sind, kann beispielsweise die Auszahlung einer Invalidenpension ausbleiben, wodurch die teils arbeitsunfähige Person in existenzielle Schwierigkeiten geraten kann“, erklärt Thomas Aichner. Speziell für Menschen mit Gehbehinderung und ältere Personen bietet die ANMIC Südtirol neben den täglichen Sprechstunden im Hauptsitz in Bozen einmal im Monat Beratungstermine in Brixen, Bruneck, Leifers, Meran, Schlanders und Sterzing an.

Zur Information für Zivilinvaliden erscheint seit 1994 außerdem zwei Mal jährlich die Vereinszeitschrift „iB. incontrarsi-Begegnung“. Neben rechtlichen Aspekten werden auch Produktneuheiten vorgestellt, häufige Fragen beantwortet und spezifische Themen durch Gastbeiträge von Ärzten, Rechtsanwälten und anderen Experten behandelt.

„Unserer Vereinigung kann jeder beitreten, der selbst Zivilinvalide ist oder unsere Tätigkeit durch seine Mitgliedschaft unterstützen möchte. Aufgrund der positiven Entwicklung der letzten Jahre blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und hoffen, noch mehr Zivilinvaliden in ihren Anliegen vertreten zu können“, so Thomas Aichner.

 

Bild: Neun der über 6.000 Mitglieder | © ANMIC Südtirol

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